Das Hauswasserwerk – Vorteile, Preise, Anbieter
Der Tag beginnt mit einer erfrischenden morgendlichen Dusche. Bei laufendem Wasserhahn werden die Zähne geputzt, die Toilettenspülung betätigt und nochmals die Hände gewaschen, bevor es dann zum Frühstück geht. So oder ähnlich beginnt in unseren Breitengraden der Tag.
Lebt man dagegen zum Beispiel in Westafrika, beginnt der Tag damit, dass man 6,7 oder 8 Kilometer mit einer Schüssel auf dem Kopf zum Fluss läuft, ein Bad im Fluss nimmt, die Schüssel mit Wasser füllt und sie auf dem Kopf zurück zur Hütte balanciert. Eine Stunde lang wird das Wasser gefiltert, um gefährliche Parasiten zu entfernen. Anschließend muss man wieder zum Fluss, um die Kleidung zu waschen.
Auch wenn wir nur den Wasserhahn aufdrehen müssen, haben wir doch erkannt, dass Wasser ein wertvolles Gut ist, mit dem man sorgsam umgehen sollte. Deshalb haben sich viele entschlossen, wertvolles Trinkwasser nicht für jeden Zweck zu benutzen. Toilette spülen, duschen, Auto waschen oder den Garten bewässern kann man auch mit Regen- oder Grundwasser. Genau aus diesen Gründen wurden Hauswasserwerke konstruiert. Zur automatischen Versorgung von Haus und Garten mit Regen oder Grundwasser. Da es unterschiedliche Verwendungszwecke gibt, sind auch die Hauswasserwerke unterschiedlich. Es kommt eben darauf an, welche Anforderungen erfüllt werden müssen. Es gibt eine große Auswahl von Pumpen für jeden Zweck.
Die erste wichtige Entscheidung ist, ob die Pumpe einen Trockenlaufschutz haben soll oder nicht. Läuft eine Pumpe trocken, weil zum Beispiel eine Leitung undicht geworden ist oder aus anderen Gründen Wassermangel herrscht, überhitzt das Gerät und nimmt Schaden. Ist die Pumpe mit einem Trockenlaufschutz ausgestattet, schaltet das Gerät rechtzeitig aus und wird daher vor Schaden bewahrt.
Eine weitere wichtige Entscheidung ist, ob das Hauswasserwerk mit einem Vorfilter ausgestattet sein soll. Der Vorfilter verhindert vorzeitigen Verschleiß und die Lebensdauer wird verlängert, weil Sand und andere Feststoffe sehr effektiv herausgefiltert werden. Die Filtereinsätze lassen sich leicht reinigen und sind so wieder verwendbar. Bei einigen Geräten sind Vorfilter serienmäßig vorhanden. Hauswasserwerke ohne Vorfilter können aber auch problemlos nachgerüstet werden.
Kleinere Geräte, sogenannte Einsteigermodelle, haben in der Regel einen 600 – 800 Watt Motor. Die Fördermenge liegt hier bei etwa 3000 Liter pro Stunde und die Förderhöhe beträgt ca. 40 Meter. Der maximale Druck liegt bei ungefähr 4 bar. Damit lässt sich zu Beispiel ein Beregner betreiben. Für eine Hausinstallation sind solche Geräte weniger geeignet. Hier sind stärkere Motoren mit 1000 – 1200 Watt und einem max. Druck von 5 bar empfehlenswert. Mit einem solchen Gerät lassen sich bis zu 5 Beregner betreiben. Auf jeden Fall ist eine Beratung durch einen Fachmann zu empfehlen.
Hauswasserwerke in einer besseren Ausführung verfügen in der Regel über einen integrierten Trockenlaufschutz und einem hochwertigen Vorfilter. Darüber hinaus sind die Pumpengehäuse meistens aus Edelstahl und der Druckkessel aus Stahl oder Edelstahl und daher vor Rostschäden durch Kondens- oder Spritzwasser geschützt.
Auch die Größe des Druckkessels ist nicht unbedeutend. Die meisten Kessel haben ein Fassungsvermögen von 24 Liter. Kleinere Kessel sind nicht so empfehlenswert. Die Größe des Kessels hängt nicht zuletzt davon ab, wie viele Verbraucher in welcher Größe angeschlossen sind. Die Größe des Kessels hat natürlich Auswirkungen auf den Preis. Es gibt Kessel mit einem Fassungsvermögen bis zu 5000 Litern.
Bevor die Entscheidung für ein bestimmtes Hauswasserwerk gefällt wird, ist unbedingt darauf zu achten, dass das Gerät nicht immer bis an seine Leistungsgrenze gefahren werden muss. Das würde die Funktionstüchtigkeit des Gerätes ungünstig beeinflussen. Wird ein Gerät gewählt, das leistungsstärker ist als eigentlich erforderlich, besteht diese Gefahr nicht. Es wird eher geschont, weil es nicht immer an seine Leistungsgrenzen gebracht wird.
Jetzt noch etwas zu den Preisen. Einsteigermodelle gibt es ab 80 Euro. Hauswasserwerke mit einem Förderdruck von 5 bar kosten etwa 200 – 300 Euro. Für gehobene Ansprüche, zum Beispiel mit einem Förderdruck von 6 bar und einem etwas größeren Kessel, sind 600 Euro und mehr zu bezahlen. Auf jeden Fall ist es ratsam, Preisvergleiche anzustellen. Die Preisunterschiede bei gleicher Leistung und Ausstattung sind nicht unerheblich.



One Comment on "Das Hauswasserwerk – Vorteile, Preise, Anbieter"
Ein sehr guter Artikel! Wie man es bereits bei den Solaranlagen gesehen hat, ist es sinnvoll für an die Zukunft zu denken udn für diese zu investieren um Kosten zu sparen. Die Anschaffungskosten der Hauswasserwerke werden nach einer kurzen zeit ausgeglichen. durch die aufnahme von regenwasse ließe sich der wasserverbraucht sparen. Jedoch lassen diese viele Hausbewohner noch in Boden versinken..wirklich schade!