Die schottischen Highlands – Monster, Burgen und Whiskey
Written by admin // 22. Dezember 2011 // Reisen // No comments
Das Bild der schottischen Highlands wurde im Ausland vor allem von Breitband-Filmepen wie der “Highlander”-Saga und Mel Gibsons historisch fragwürdigem “Braveheart” über den schottischen Rebellen William Wallace geprägt. Uralte Burgruinen an tiefblauen Seen vor der Kulisse endloser grüner Täler und karger Berge. Die auf Schottisch übrigens Loch (See), Glen (Tal) und Ben (Berg) heißen – dies hilft zur Orientierung um zu wissen, dass es sich bei dem Ben Nevis um einen Berg handelt um beim Loch Lomond um einen See. Das Wort Glen taucht außerdem in vielen schottischen Ortsnamen auf und gibt die Lage des Ortes in einem Tal an. Ein enges Tal wird übrigens nicht als Glen bezeichnet, sondern als Strath, ein weiterer gängiger Teil schottischer Ortsnamen.
Als Tor zu den Highlands gilt die nordschottische Stadt Inverness nördlich des weltberühmten Loch Ness. In Inverness stand angeblich einst die Burg in der ein gewisser Mac Bethad mac Findláich den König Donnchad meuchelte – und später als Shakespeares Macbeth unsterblich wurde. Wichtiger für die schottische Geschichte ist jedoch das nahegelegene Culloden, wo die schottischen Highlander auf Seiten der Jakobiner ihre letzte Schlacht gegen die Engländer schlugen und verloren und anschließend einen großen Teil ihrer Unabhängingkeit einbüßten.
Alte schottische Burgen
Wer alte schottische Burgen besuchen will, findet eine riesige Auswahl in den gesamten Highlands. Die berühmteste aller schottischen Burgruinen ist wohl Eilean Donan Castle, malerisch auf einer Insel (“Eilean” ist das gälische Wort für Insel!) an der schottischen Westküste zwischen den drei Lochs Duich, Alsh und Long gelegen. Obwohl die ursprüngliche Burg vor über 800 Jahren erbaut wurde, geht die heute so oft fotografierte Burg auf einen Wiederaufbau Anfang des 20.Jahrhunderts zurück. Von der Burg aus ist über die Brücke am Kyle of Lochalsh nur noch ein kleiner Sprung auf die beliebte Isle of Skye.
Beliebt bei Nessie-Jägern ist Urquhart Castle an der Straße zwischen Inverness und Fort William direkt am Loch Ness, da in seiner Nähe das mysteriöse Monster am häufigsten gesehen wurde. Eine weitere gern fotografierte Burg ist Inverlochy in der Nähe, die vor allem Historiker anzieht, weil sie als eine der wenigen Burgen Schottlands seit ihrem Bau im 13.Jahrhundert kaum verändert wurde.
Freunde des schottischen Nationalgetränks
Noch etwas weiter im Norden kommen nicht nur Burgenfreunde beim Besuch des wunderschönen Dunrobin Castle, Sitz der Gräfin von Sutherland, auf ihre Kosten sondern auch Freunde des schottischen Nationalgetränks. Wer Whiskey liebt, weiß, dass ein guter Glenmorangie kaum zu übertreffen ist. Die Glenmorangie Distillery bei Tain lädt zu Rundführungen ein – mit anschließender Whiskey-Probe. Wem das nicht reicht, der kann sich auch gleich auf den weltweit einzigartigen “Single Malt Trail” begeben, der ingesamt neun bekannte schottische Whiskey-Destillerien abklappert, darunter so berühmte wie Glenfiddich und Glenlivet, aber auch versteckte Juwelen wie Strathisla und Benromach.


