Der Traum vom Eigenheim
Written by admin // 7. November 2011 // Allgemein // No comments
Wer träumt nicht von den eigenen vier Wänden, die ganz individuell nach Wunsch gestaltet wurden? Ob Reihenhaus in der Vorstadt, Villa am Seeufer, oder Bauernhof auf dem Land: Das eigene Haus kann ganz verschiedene Formen annehmen und bietet dazu noch eine hervorragende finanzielle Absicherung im Alter. Während Aktienwerte schmelzen und Sparbücher kaum noch nennenswerte Zinserträge bieten, ist die Immobilie eine krisensichere Wertanlage, die sich bezahlt macht.
Damit der Traum vom Häuschen im Grünen nicht zum Alptraum wird, sollte jedoch als allererstes eine solide Baufinanzierung geplant werden. Viele Menschen glauben, dass sich die aktuelle Monatsmiete, die sie zahlen, leicht in eine monatliche Ratenzahlung für eine Immobilie umwandeln lässt, doch so einfach ist es nicht. Auch bei der Planung des Hausbaus oder –kaufs sollte nicht übertrieben werden. Natürlich macht eine eigene Villa mit großem Garten oder ein eigener Swimming Pool unheimlich viel Eindruck, doch die Kosten sind immens, nicht nur beim Bau, sondern auch beim späteren Unterhalt. Planen Sie nur mit dem, was wirklich benötigt wird, z.B. eigene Zimmer für jedes Kind, eine Garage fürs Auto und ein Keller, der als Werkstatt, Waschraum und Spielzimmer dienen kann. Ein kleiner Garten, in dem nur alle zwei Wochen der Rasen gemäht werden muß, ist wesentlich weniger arbeitsaufwändig, als der eigene Park mit Bäumen, Blumenbeeten und Hecken, die alle gründlicher Pflege bedürfen. Dient das Haus als Altersruhesitz, ist die Gärtnerei ein schönes Hobby, sind jedoch beide Eltern berufstätig, wird schon das Rasenmähen zur nervigen Pflichtübung.
Haben Sie sich Ihre Wünsche gut überlegt, geht es an die tatsächliche Baufinanzierung, bei denen Ihnen Banken und Bausparkassen mit einer großen Auswahl an Finanzierungsmodellen zur Seite stehen. Ganz wichtig ist dabei das Eigenkapital. Je mehr Erspartes Sie mitbringen, umso günstiger wird die Finanzierung des restlichen Bedarfs. Generell sollten etwa 20-30% des Finanzbedarfes selbst mitgebracht werden. Bei einem Hauskauf kommen zum eigentlichen Kaufpreis viele andere Gebühren, deren man sich bewusst sein muß, während beim Hausbau auch die Kosten für den Architekten und den Papierkrieg bedacht werden müssen. Erkundigen Sie sich bei Stadt oder Gemeinde nach staatlichen Fördermitteln für Ihr Bauprojekt. Besonders beliebt sind Zuschüsse für den umweltfreundlichen Hausbau, z.B. beim Einbau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Mit Hilfe der Sonne können Sie Ihre eigene Energie produzieren und können vielleicht sogar noch die Nachbarn mitversorgen. Auch anderer Förderprogramme wie der “Wohnriester” für den Immobilienbau und Wohnungsbauprämien können bei der Finanzierung des Eigenheims helfen.
Um ein Darlehen kommt jedoch kaum ein Häuslebauer herum. Dabei ist der effektive Jahreszins sehr wichtig, denn dieser bestimmt, wie hoch die Zinsen auf das Darlehen ausfallen. Das Darlehen wird umso günstiger, je niedriger der effektive Zins ausfällt. Rechnen Sie gut durch, wie hoch die monatlichen Tilgungsraten ausfallen dürfen. Je schneller das Darlehen zurückgezahlt wird, umso schneller sind Sie wieder schuldenfrei. Allerdings sollten Sie sich mit den Tilgungsraten nicht so einschränken müssen, dass kein Geld mehr für laufende Kosten und spontan entstehende Zusatzkosten mehr da ist, z.B. wenn das Auto repariert werden muß, oder die Waschmaschine kaputt geht.

![VanGogh-Selbstbildnis Vincent van Gogh [Public domain], durch Wikimedia Commons](http://www.ablage.de/wp-content/2011/12/VanGogh-Selbstbildnis1-95x104.jpg)